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Das Kastenwesen in Indien
Das Kastenwesen in Indien hat heute noch gravierende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen.
Ein Mensch wird in eine Kaste hineingeboren.
Sein Schicksal ist damit schon mit der Geburt weitgehend festgelegt.
Genauer gesagt: schon mit Zeugung.
Dem soziale vorbestimmten Schicksal kann ein Inder nur unter besonders günstigen Umständen entfliehen.
In den Städten leichter als auf dem Land. In der IT-Branche leichter als im Handwerksbereich.
Tradition des Kastenwesens
Aus Deutschland bzw. Europa kennen wir die Nachwirkungen des tradtionellen Stände- und Zunftwesens noch. Vor allem im Handwerkswesen der Kleinstädte und Dörfer sind dietraditionell streng hierachischen Strukturen noch deutlich spürbar.
Im Vergleich zu Indien durchziehen diese hierarchischen Strukturen bei uns aber schon lange nicht mehr die gesamte Gesellschaft. Wer wen heiratet - obliegt bei uns weitgehend der Entscheidungen des Paares selbst.
Anders in Indien. Das traditionelle Kastenwesen macht eine freie Partnerwahl sehr schwer. Auch die Wahl des Berufes oder der Region, in der man leben möchte, wird traditionell entsprechend der Kaste, in die ein Mensch hineingeboren, vorgeschrieben.
Alle politischen Maßnahmen, (Quotenregelungen bzw "Reservierungen", wie der in Indien übliche Begriff dafür heißt), sind bislang nur Flickwerk geblieben. Zu tief durchsetzt das Kastenwesen die gesamte indische Kultur.
Vier Kasten im Hinduismus
Die vier Kasten des Kastenwesens unterscheiden sich vor allem durch die sozialen Rollen, die jeder Kaste zugeschrieben werden. Die Zuordnung eines Menschen zu einer der vier Kasten sagt noch nichts über den Reichtum, über den ein Mensch verfügen kann.
Die Traditionelle Zuordnung entsprechend der Kasten ist deshalb so tief in der indischen Kultur verankert, da sie nach hinduistischer Vorstellung durch bestimmte kosmische und soziale Pflichten festgelegt sind.
Die traditionelle Pflicht eines Kshatriya zuum Beispiel ist es, die Gesellschaft zu führen, zu kämpfen und in den Krieg zu ziehen.
Die Brahmanen allein haben das Recht, die Schriften zu studieren. Außerdem vollziehen nur sie die religiösen Rituale.
Doch finden sich die Ärmsten der Armen in Indien faktisch tendenziell vor allem bei den Unberührbaren, den "Dalit", die zu keiner der vier Kasten gehören.
Sie werden als Bodensatz der Gesellschaft geächtet. Sie gelten im eigentlichen Sinne nicht als Menschen.
160 Millionen.Unberührbare gibt es in Indien.
Auf diesem Bodensatz der Gesellschaft erhebt sich die vier mehr oder weniger priviligierten Kasten des indischen Kastenwesen:
1. Brahmanen (traditionell die intellektuelle Elite, Ausleger heiliger Schriften (Veda), Priester)
2. Kshatriyas (traditionell Krieger und Fürsten, höhere Beamte)
3. Vaishyas (traditionell Händler, Kaufleute, Grundbesitzer, Landwirte)
4. Shudras (traditionell Handwerker, Pachtbauern, Tagelöhner)
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Re: Das Kastenwesen in Indien
die kasten, die du genannt hast, werden den vier Hauptkasten zugeordnet, das sind sogenannte 'Unterkasten'
Details zu den Kasten
Ich entnehme der Hindustan Times in der Beilage mit den Heiratsanzeigen wesentlich mehr Kasten z.B.
Agarwal
Bisa Agarwal
Khatri
Arora
Manglik
Kayashtha
Garhwali
Gibt es da nähere Erklärungen?
sehr informationsreich
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Jupp kann ich nur zustimmen
Jupp kann ich nur zustimmen
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